Im Mai dieses Jahres war das meistverkaufte E-Auto in Europa zwar immer noch Teslas Model Y. Doch direkt dahinter? Gleich vier Elektromodelle aus dem Volkswagen-Konzern. Ein echtes Ausrufezeichen – und für viele Marktbeobachter eine kleine Sensation.

Grafik: Handelblatt

Elektro-Vorsprung aus Wolfsburg: Volkswagen fährt Tesla in Europa davon

Noch vor wenigen Jahren hätte man in Wolfsburg beim Namen Tesla vermutlich leicht nervös geschluckt. Der kalifornische Elektro-Pionier galt in vielen Köpfen als unerreichbarer Maßstab in Sachen E-Mobilität: mehr Reichweite, cooleres Design, smartere Software. Und VW? Musste sich mit Kritik an zu hohen Preisen, Bedienproblemen und durchwachsenen Verkaufszahlen herumschlagen. Doch 2025 scheint sich das Blatt gewendet zu haben – zumindest in Europa.

Verkaufsschub mit Signalwirkung

Wie das Handelsblatt berichtet, stieg der weltweite Absatz von E-Autos der Kernmarke Volkswagen im ersten Halbjahr 2025 um satte 14,3 Prozent auf rund 193.000 Fahrzeuge. Besonders eindrucksvoll ist dabei der Blick auf den europäischen Markt: Hier konnte VW seinen Absatz von E-Modellen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um mehr als 70 Prozent steigern – und damit Konkurrent Tesla deutlich hinter sich lassen.

Vom Sorgenkind zum Stromer-Star

Dass es nicht immer rund lief, daraus macht bei VW heute niemand mehr ein Geheimnis. Die ID.-Modelle – von ID.3 bis ID.7 – hatten bei ihrer Einführung mit allerlei Startproblemen zu kämpfen: Softwareupdates, Kinderkrankheiten bei der Bedienung, Ladezeiten, die nicht ganz mit den Erwartungen Schritt hielten. Und natürlich der Preis, der viele Interessierte zögern ließ.

Heute scheint VW vieles davon besser zu machen. Die neuen Modelle sind nicht nur technisch ausgereifter, sondern auch optisch attraktiver, intuitiver zu bedienen und besser auf die Bedürfnisse der europäischen Kundinnen und Kunden abgestimmt. Auch das Ladenetz ist dichter geworden, Förderprogramme helfen – und die Offenheit gegenüber E-Mobilität wächst in der Bevölkerung weiter.

Skalieren statt zaubern

Der wachsende Erfolg hat jedoch auch seine Schattenseiten. Denn so erfreulich die Verkaufszahlen sind: Der Verkauf von E-Autos drückt noch immer die Gesamtmarge der Fahrzeugflotte. „Wir erzielen mit Elektroautos noch nicht dieselben Margen wie mit Verbrennern“, erklärt Martin Sander, Vertriebschef der VW-Kernmarke, im Interview mit dem Handelsblatt. Der Hauptgrund seien nach wie vor die hohen Batteriekosten.

Doch Sander bleibt optimistisch. Das Ziel sei klar: sogenannte Margenparität, also vergleichbare Gewinne bei Elektro- und Verbrennerfahrzeugen. Helfen sollen dabei Skaleneffekte – also sinkende Stückkosten durch steigende Produktionszahlen.

Ein Signal für den Wandel

Was bleibt, ist das klare Zeichen: Die Elektromobilität kommt in Fahrt – und Volkswagen ist in Europa endlich da angekommen, wo man sich selbst immer gesehen hat: auf Augenhöhe mit der Spitze. Für alle, die noch überlegen, ob ein E-Auto in ihren Alltag passt, ist das ein ermutigendes Signal. Die Technik wird besser, die Auswahl breiter – und auch der Preis kommt langsam in Regionen, die mit konventionellen Antrieben konkurrieren können.

Kurz gesagt: Wolfsburg hat geliefert. Die E-Modelle von VW sind erwachsen geworden – und Europa scheint das endlich zu honorieren.

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